12/08/10

Düsternis

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Wie ich bemerken musste, hat sich in der Bloggerwelt um mich herum einiges getan. Die meisten (oder eigentlich fast ALLE) Blogs sind entweder abgeschaltet, beschränkt oder einfach tot. Zumindest trifft dies für meine früheren "Bloggerkollegen" zu, die ich in meiner Blogroulette-Liste hatte. Schade eigentlich, als ob einer nach dem anderen nach meinem Abschied sich ebenfalls der Bloggerwelt entsagte. Düster ist es geworden...

Nun gut. Ich wäre denjenigen, die weiterhin bloggen und/oder mich wieder/neu entdecken, sehr dankbar, wenn sie mich wieder verlinken würden.

Morgen ist allerdings ein ernster Tag, deshalb verabschiede ich mich bis zum Wochenende.

11/08/10

Die Villa des Diktators

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Seit spätestens Inception wissen die Menschen, dass sie "Klarträume" - Träume, in welchen man sich bewusst ist, dass man schläft und träumt - durchaus lenken kann. Um dies verbessert umsetzen zu können, wird geraten, Träume aufzuschreiben, soweit man sich daran erinnern kann. Dies scheint mir auch eine gute neue Rubrik zu sein.

Heute Nacht hatte ich einen seltsamen Traum:

Ich kam als Bewerber für einen Job zu einer weißen Villa mitten im Nirgendwo. Diese Villa gehörte irgendeinem Diktator, von dem ich nur wusste, dass er seine Leute gut bezahlt. Für welchen Job ich mich eigentlich bewarb, wusste ich selber nicht. Letzten Endes stellte mich der Diktator als seinen Stellvertreter ein. Hui, ich war auf einmal Co-Diktator. Bis dahin war an für sich alles in bester Ordnung, nichts skuril, bis auf die Tatsache, dass die Villa gefühlte 1000 Zimmer hatte und man sich darin leicht verlaufen konnte. Gefühlt, weil sich die Zimmer veränderten. War ich zuvor im Empfangssaal des Diktators und ging für einen kurzen Moment in den Flur, war schließlich aus dem Empfangssaal eine Abstellkammer geworden, in welcher der Diktator andere Leute empfing.

Nachdem der Diktator meinte, ich sollte mir seine Villa anschauen, ging ich nach draußen. Das Gebäude war vollständig von einem Swimming-Pool umgeben - mit Wasserfällen, Whirlpool und einem Barbereich. In diesem gigantischen Becken schwommen halbnackte Männer. In einem Moment dachte ich, dass es sich um die homophile Variante des Hugh Heffner Domizils handeln müsste, aber alle halbnackten Männer waren Diener und Angestellte des Diktators und er konnte sie nicht ausstehen.

An der Bar wollte ich mir schließlich einen Cocktail holen, wo mich dann der sogenannte Traummann - oberflächlich gesehen - anstarrte. Er war groß, schlank, trug schwarzes Haar und hatte blaue Augen. Ich schaute ihn ebenfalls an, er lächelte mich an, ich lächelte zurück. Daraufhin begann er eine Konversation mit mir zu führen. Er fragte mich, was ich beim Diktator täte. Ich teilte ihm mit, dass ich sein Stellvertreter bin. Er erzitterte, konnte seine Augen aber nicht von mir lösen und gab mir einen Kuss.

Plötzlich schienen wir zusammen zu sein, mussten aber unsere Beziehung geheim halten, denn alle, die bei dem Diktator wohnten und arbeiteten, durften untereinander keine Beziehungen, außer platonischer Natur, führen. Wie es mein Traum wollte, bekam der Diktator von uns Wind, weil uns einer seiner halbnackten Diener bei ihm verpfiff. Nun waren wir genötigt, zu fliehen, doch wir kamen nicht raus. Die Villa war überall. Der Diktator jagte uns. Schließlich fand ich eine Art Tunnelrutsche, die uns in die geheimen Katakomben der Diktatorvilla führte. Dort hörten wir schon, wie die Jäger des Diktators mit ihren Hunden immer näher kamen, sogar eine Sirene warnte uns vor ihnen. Wir fanden jedoch keinen Ausgang, sodass wir uns trennten, weil wir nicht zusammen erwischt werden wollten.

Das Traurige ist nun, dass ich kurz darauf, inmitten von Geldscheinen, einen Ausgang fand, zurück rannte und nach ihm schrie, doch er war schon weg, die Leute des Diktators kamen näher und näher. Ich schrie noch "Wo bist du?". Da wachte ich auf.

Rückkehr des Blogkanzlers

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Nach meiner "Demissionierung" im Februar letzen Jahres, habe ich mich endlich dazu aufgerafft, diesen Blog "wiederzubeleben" und in das alte Amt der Blogkanzlerschaft zurückzukehen. In welcher Art und Weise, weiß ich nicht. Der erste rigorose Schritt war jedenfalls alles zu löschen, was ich damals schrieb. Das waren immerhin mehr als Tausend Postings, wovon ich die lesenswerten und erinnerungsstärksten vorher speicherte. Das Blog wird sicherlich in seiner damaligen Form weitergeführt, inwiefern Poetik einfließt, bleibt fraglich, ebenso wie viel Persönliches der Öffentlichkeit als Lesefutter dient. Mittlerweile gibt es für bestimmte Dinge unter anderem auch Facebook... ich habe gehört, man kann Blogs mit der Seite verknpüfen.

Ich denke aber trotzdem [ja, ich habe wahrlich meine pleonasmische Ausdrucksweise beibehalten, die frühere Gegner so gerne als Dummheit diffamierten], dass dieses Blog weiterhin eine künstlerisch-lyrische nachdenkliche und musikalische Richtung haben wird.

Aufgrund der späten Zeit, werde ich nun ins Bettchen hüpfen.